Wer eine neue Website plant, stellt sich meist ziemlich früh dieselbe Frage: Was kostet eine professionelle Website in der Schweiz? Eine pauschale Antwort gibt es darauf nicht. Eine Website kann wenige tausend Franken kosten, aber auch ein deutlich grösseres Budget benötigen.
Entscheidend ist nicht nur die Anzahl Seiten, sondern vor allem, was die Website für das Unternehmen leisten soll. Eine einfache Unternehmenswebsite stellt andere Anforderungen als eine Website mit individuellen Funktionen, mehreren Sprachen, Schnittstellen, einem Online-Shop oder einer umfangreichen Inhaltsstruktur.
Warum unterscheiden sich die Preise so stark?
Von aussen sehen zwei Websites manchmal ähnlich aus. Technisch und konzeptionell können sie sich jedoch stark unterscheiden. Bei einer professionellen Website geht es nicht nur darum, einige Texte und Bilder auf einer Seite zu platzieren.
Zum Projekt gehören beispielsweise Konzeption, Seitenstruktur, Design, responsive Umsetzung, technische Entwicklung, Formulare, grundlegende Suchmaschinenoptimierung, Tests und die Optimierung für verschiedene Geräte. Je individueller die Anforderungen sind, desto höher ist in der Regel der Aufwand. Eine Website auf Basis einer bestehenden Vorlage ist beispielsweise schneller umgesetzt als ein komplett individuelles Design.
Auch zusätzliche Funktionen wie Terminbuchungen, CRM-Anbindungen, Newsletter-Integrationen oder spezielle Formulare erhöhen den Entwicklungsaufwand.
Was beeinflusst die Kosten einer Website?
Ein wichtiger Faktor ist der Umfang. Eine kleine Website mit Startseite, Leistungen, Über uns und Kontakt benötigt weniger Arbeit als ein Webauftritt mit mehreren Leistungsseiten, Referenzen, Blog, Team, FAQ und zusätzlichen Landingpages.
Der zweite Faktor ist das Design. Wer lediglich eine bestehende Vorlage anpassen möchte, benötigt weniger Designarbeit. Soll dagegen ein eigenständiger digitaler Auftritt entstehen, müssen Layout, Typografie, Farben, Komponenten und Nutzerführung individuell entwickelt werden.
Auch die Inhalte spielen eine Rolle. Sind Texte, Bilder und die komplette Struktur bereits vorhanden, reduziert das den Aufwand. Müssen Inhalte zuerst strukturiert, aufbereitet oder neu erstellt werden, entsteht zusätzliche Arbeit.
Hinzu kommen technische Anforderungen. Kontaktformulare sind heute Standard. Ein Kundenportal, ein Produktkonfigurator oder eine Schnittstelle zu einem externen System ist dagegen wesentlich komplexer.
Was kostet eine einfache KMU-Website?
Für viele Schweizer KMU ist keine riesige Plattform notwendig. Ein lokaler Handwerksbetrieb, eine Reinigungsfirma, ein Treuhandunternehmen oder ein Beratungsunternehmen benötigt häufig einen übersichtlichen Webauftritt, der drei Fragen schnell beantwortet: Was bietet das Unternehmen an? Warum sollte ich diesem Unternehmen vertrauen? Wie kann ich Kontakt aufnehmen?
Eine solche Website kann vergleichsweise kompakt aufgebaut werden. Trotzdem sollte sie professionell gestaltet, schnell, mobil optimiert und technisch sauber umgesetzt sein. Der Fehler besteht darin, einfach mit unwichtig zu verwechseln. Gerade bei lokalen Unternehmen ist die Website häufig einer der ersten Berührungspunkte mit potenziellen Kunden.
Was kostet ein individueller Webauftritt?
Sobald Design, Struktur und Funktionen individuell entwickelt werden, steigt der Aufwand. Das ist insbesondere bei Unternehmen sinnvoll, die sich stärker über ihre Marke positionieren möchten oder bei denen die Website eine wichtige Rolle in der Kundengewinnung spielt.
Hier wird nicht einfach eine Vorlage mit Logo und Firmenfarben versehen. Stattdessen wird überlegt, wie Besucher durch die Website geführt werden, welche Informationen zuerst erscheinen und welche Aktionen besonders wichtig sind. Das Ergebnis sollte nicht einfach schön aussehen. Es sollte zum Unternehmen passen und einen klaren Zweck erfüllen.
Was kostet ein Online-Shop?
Bei einem Online-Shop kommen zusätzliche Anforderungen hinzu. Produkte müssen strukturiert werden, Kategorien benötigen eine sinnvolle Navigation und Zahlungs- sowie Versandprozesse müssen funktionieren. Hinzu kommen Warenkorb, Checkout, Bestellbestätigungen und je nach Projekt Schnittstellen zu weiteren Systemen.
Deshalb sollte ein Online-Shop nicht wie eine normale Website kalkuliert werden. Besonders wichtig ist, die Anforderungen vor Projektbeginn möglichst genau zu definieren. Dadurch lassen sich spätere Zusatzkosten vermeiden.
Laufende Kosten nicht vergessen
Mit der Veröffentlichung endet eine Website nicht. Domain, Hosting, technische Wartung, Updates und Backups können laufende Kosten verursachen. Je nach Unternehmen kommen ausserdem neue Inhalte, Landingpages, SEO-Massnahmen oder technische Erweiterungen hinzu.
Eine günstige Website kann langfristig teuer werden, wenn niemand für Wartung und Weiterentwicklung verantwortlich ist. Deshalb lohnt es sich, nicht nur nach den Erstellungskosten zu fragen, sondern auch danach, wie die Website nach dem Launch betreut wird.
Die wichtigste Frage ist nicht nur der Preis
Die günstigste Website ist nicht automatisch die wirtschaftlichste Lösung. Wenn eine Website beispielsweise CHF 2000 kostet, aber kaum Anfragen generiert und nach zwei Jahren erneut ersetzt werden muss, kann sie langfristig teurer sein als eine durchdachte Lösung mit höherem Anfangsbudget.
Eine gute Website sollte über mehrere Jahre genutzt und weiterentwickelt werden können. Entscheidend ist deshalb das Verhältnis zwischen Investition und Nutzen.
Fazit
Was eine professionelle Website in der Schweiz kostet, hängt stark vom Projekt ab. Umfang, Design, Funktionen, Inhalte und technische Anforderungen bestimmen den tatsächlichen Aufwand. Deshalb ist es sinnvoller, zuerst die Anforderungen zu definieren und danach einen realistischen Preisrahmen zu bestimmen.
Bei webChange betrachten wir eine Website nicht als isoliertes Designprojekt. Wir überlegen zuerst, was sie für dein Unternehmen erreichen soll und welche Lösung dafür tatsächlich notwendig ist.
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